3. Fachdialog Nachhaltigkeit in Merseburg
Der 3. Fachdialog Nachhaltigkeit in Merseburg fand am 5. März 2025 an der Hochschule Merseburg statt. Fachleute aus Industrie, Forschung, Entwicklung und Wissenschaft beleuchteten aktuelle Ansätze für nachhaltige Chemie, zukunftssichere Kunststoffe und das chemische Recycling von Kunststoffabfällen.
Nachhaltigkeit aus Industrie, Forschung und Wissenschaft
Die Umweltvereinigung Mitteldeutsches Kompetenznetzwerk Kreislaufwirtschaft e. V. richtete mit der Veranstaltung ihren ersten Fachdialog des Jahres 2025 und insgesamt den dritten Fachdialog zum Thema Nachhaltigkeit aus.
Die Referierenden betrachteten Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt standen das chemische Recycling, ressourceneffizienter Umweltschutz und neue Ansätze für den Umgang mit Kunststoffabfällen.
3. Fachdialog Nachhaltigkeit in Merseburg
Die Veranstaltung fand an der Hochschule Merseburg statt. Neben den Fachvorträgen bot das Programm ausreichend Zeit für Diskussionen zwischen den Vortragenden und den Teilnehmenden.
Der Fachdialog verband die wissenschaftliche Betrachtung von Nachhaltigkeit mit konkreten technologischen und industriellen Ansätzen. Dabei wurde auch das Themenfeld „Gelber Sack 2.0“ aufgegriffen.
Chemiestandort Leuna und nachhaltige Chemie
Ein Fachbeitrag widmete sich dem Thema „Chemiestandort Leuna – DER Standort für nachhaltige Chemie“.
Der Vortrag wurde von Martin Naundorf, Leiter des Bereichs Vertrieb, Standortentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit bei der InfraLeuna, präsentiert. Im Mittelpunkt stand die Bedeutung des Chemiestandorts Leuna für eine nachhaltige Entwicklung der chemischen Industrie.
Zukunftssichere Kunststoffe
Manuel Häußler behandelte unter dem Titel „Zukunftssichere Kunststoffe – Vision oder Illusion“ neue Ansätze für nachhaltigere Kunststoffsysteme.
Er wurde in den Veranstaltungsunterlagen als Gründer, Chief Scientific Officer und Forschungsgruppenleiter bei AEVOLOOP, am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung sowie am Center for the Transformation of Chemistry genannt.
Der Beitrag ordnete Kunststoffe in die Kreislaufwirtschaft ein und griff die Frage auf, wie Materialien und Stoffströme künftig kreislauffähiger gestaltet werden können.
Chemisches Recycling von Kunststoffabfällen
Ein weiterer Beitrag stellte das Thema „Chemisches Recycling von Kunststoffabfällen – pool-in-loop“ vor.
Das Projekt ist der Professur für Verfahrenstechnik und Technische Reaktionsführung im Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften der Hochschule Merseburg zugeordnet. Im Mittelpunkt stand die Aufbereitung von Kunststoffabfällen durch chemische Recyclingverfahren.
Diskussionen und fachlicher Austausch
Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Referierenden und Teilnehmenden die vorgestellten Ansätze. Der fachliche Austausch bot Gelegenheit, wissenschaftliche Erkenntnisse, industrielle Anforderungen und praktische Erfahrungen miteinander zu verbinden.
Damit unterstützte der Fachdialog den Wissenstransfer innerhalb des Netzwerks und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren.
Führung und Vorstellung von „pool-in-loop“
Nach dem fachlichen Programm nahmen die Teilnehmenden an einer Führung durch die Hochschule Merseburg teil. Dabei wurde die Anlage „Chemisches Recycling von Kunststoffabfällen – pool-in-loop“ vorgestellt.
Die Besichtigung ergänzte die Vorträge um praktische Einblicke in die technische Umsetzung des chemischen Recyclings.
Dank an die Beteiligten
Die Umweltvereinigung dankte Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der Hochschule Merseburg, und Prof. Dr. Mathias Seitz für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung.
Der Dank galt außerdem den Vortragenden für ihre fachlichen Beiträge.
Fachdialog zu nachhaltigen Stoffkreisläufen
Der 3. Fachdialog Nachhaltigkeit zeigte unterschiedliche Wege auf, wie Chemie, Kunststoffentwicklung und Recycling zu einem ressourceneffizienteren Umgang mit Rohstoffen beitragen können. Vorträge, Diskussionen und die Anlagenbesichtigung verbanden wissenschaftliche Grundlagen mit praktischen Anwendungsbeispielen.
